DeKoLaKa verabschiedet neues Merkblatt zur Gesamtlackschichtdicke

Die Deutsche Kommission für Lack- und Karosserieinstandsetzung verabschiedete auf ihrer 19. Sitzung am 11. März 2025 im Allianz Zentrum für Technik in Ismaning ein richtungsweisendes Merkblatt zur Beurteilung der Gesamtlackschichtdicke von straßengebundenen Fahrzeugen.

Zwei Jahre hat die Arbeitsgruppe unter Leitung des Bundesverbandes Fahrzeuglackierer (BFL) in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis der öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen für Fahrzeuglackierung und dem Allianz Zentrum für Technik an der technischen Schrift gearbeitet. „Wir haben bei der Entwicklung des Merkblatts alle Facetten der Thematik betrachtet. Wir zeigen darin den Aufbau einer Serienlackierung und vergleichen ihn mit einer Reparaturlackierung. Dabei wird deutlich, warum eine Reparaturlackierung stets höhere Schichtdicken aufweisen wird“, erklärt Torsten Schmidt, Leiter Geschäftsbereich Fahrzeuglackierung im BFL, der den Arbeitskreis verantwortete.

Steven Didssun, Präsident des BFL, ergänzt: „Immer wieder stellen Dritte unsere fachlich korrekt ausgeführte Lackierarbeit an Fahrzeugkarosserien aufgrund erhöhter Lackschichtdicken in Frage. Diese Messergebnisse führen dazu, dass wir uns als Betriebe regelmäßig erklären müssen. Das ist nicht in Ordnung. Wir sind sehr glücklich, dass wir mit dem Merkblatt nun eine belastbare Grundlage geschaffen haben, die von allen Mitgliedern der DeKoLaKa einstimmig für die Branche verabschiedet wurde.“

Das 13-seitige technische Dokument erklärt nicht nur zentrale Begrifflichkeiten, sondern stellt den Prozess der industriellen Serienlackierung in der Fahrzeugproduktion der handwerklichen Reparaturlackierung gegenüber. Des Weiteren werden die Zusammenhänge zwischen Karosseriefüllmassen im Instandsetzungsprozess und der Gesamtlackschichtdicke erläutert. Erstere sind nämlich dem Substrat und somit der Karosseriearbeit zuzuordnen und demzufolge anzurechnen. Mehrere Grafiken der AZT Automotive GmbH zeigen zudem, wie sich Lackschichtdicken zusammensetzen können. Eine fachgerechte Instandsetzung einer Fahrzeuglackierung kann demnach aus mehreren Schichten bestehen.

Mit ihrem richtungsweisenden Merkblatt stellt die DeKoLaKa abschließend klar, dass erhöhte Lackschichtdicken allein kein Grund sind, um Fahrzeugreparaturlackierungen als nicht fachgerecht einzustufen. Damit schafft sie branchenweit Klarheit.

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